Gesundheit beginnt im Darm!

Diese Erkenntnis ist so alt wie die Medizin selbst. Bereits in den 4000 Jahre alten Schriften ayurvedischer Heilkundiger wird der Darm als das Zentrum des Wohlbefindens beschrieben. Und die moderne Wissenschaft bestätigt diese Einsicht! Nur wenn die Verdauung gut funktioniert, fühlen wir uns rundherum wohl. Denn der Darm steuert mit Milliarden von Mikroorganismen den Großteil aller Stoffwechselvorgänge in unserem Körper, er produziert lebenswichtige Vitamine, Enzyme und Aminosäuren und er neutralisiert alles Schädliche, das mit der Nahrung in unseren Organismus gelangt.

Nirgendwo sonst im Körper findet ein intensiverer Kontakt mit fremden Stoffen statt als im Darm. Hier landet diegesunde Nahrung ebenso wie alle künstlichen Farbstoffe, Emulgatoren und Konservierungsmittel. Deshalb benötigt unsere Darmwand eine äußerst leistungsstarke Schutzbarriere in Form von gesunden Bakterien, damit alles, was schaden könnte, nicht unsere Darmwand durchdringt und somit ins Blut gelangt.

„Pro Bios“ heißt „Für das Leben“

Bereits vor 100 Jahren erkannte der berühmte russische Arzt und Nobelpreisträger Dr. Ilja Metchnikoff: „Der Tod sitzt im Darm“. Er hatte entdeckt, dass jene Völker im Kaukasus, die täglich milchsaure Produkte (= Probiotika) verzehrten, besonders gesund und widerstandsfähig waren und ein sehr hohes Alter erreichten.

Heute wissen wir warum! Der Darm birgt nämlich das höchstausgebildete körpereigene Abwehrsystem. Hier werden jene Immunzellen gebildet, die unseren Organismus freihalten von Giftstoffen und fremden Bakterien und Viren. In einem gesunden Darm sind dreimal mehr Immunzellen vorhanden als in der Milz, dem Knochenmark und den Lymphknoten zusammen.
Diese kämpfen für unsere Abwehrkraft, können im Darm jedoch nur dann gebildet werden, wenn genügend gesunde Bakterien den Nahrungsbrei stets richtig verarbeiten, sodass es zu keinen Gärungs- oder Fäulnisprozessen kommt. Bei einem gesunden Menschen arbeiten täglich viele Milliarden an Darmbakterien dafür, dass unsere Verdauung funktioniert und wir uns richtig wohl fühlen.

Was dem Mikrobiom guttut – und was ihm schadet

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So bleibt Ihr Darm gesund:

>> Achten Sie auf eine regelmäßige Verdauung ohne Abführmittel

>> Essen Sie viel Gemüse, Reis und Kartoffeln, wenig Zucker und Fett

>> Verzichten Sie auf Konservierungsmittel in Ihrer Nahrung

>> Trinken Sie 2 Liter frisches Wasser täglich!

>> Machen Sie viel Bewegung an frischer Luft

>> Lernen Sie Stress und Hektik auszugleichen – beruflich und privat
>> Nehmen Sie täglich aktive Darmbakterien zu sich, um den täglichen Verlust, der durch falsche Ernährung und Stress entsteht wieder auszugleichen
>> Meiden Sie die unnötige Einnahme von Medikamenten

Wunderwerk Darm – Multitalent und Schwerstarbeiter

Der Darm ist das größte Organ des Menschen. Er ist acht Meter lang und besteht aus Millionen von Zotten. Das sind dünne, fingerförmige Ausstülpungen, die im Inneren unseres Bauchraumes eine beeindruckende Darmoberfläche von der Größe zweier Tennisplätze (ca. 400m²) bilden. Damit hat der Darm die größte Kontaktfläche des Körpers mit der Außenwelt.

Wunderwerk Darm – Zahlen und Fakten

  • 100 Billionen Bakterien besiedeln jeden einzelnen Menschen, die meisten davon leben in unseren Darmwänden.
  • Es leben 10-mal  mehr Bakterien in unserem Darm, als unser Organismus an Zellen besitzt.
  • Die Mikroben in unserem Darm wiegen bis zu 2 Kilogramm.
  • Rund 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit werden von ihm im Lauf unseres Lebens verarbeitet.
  • Bei seiner Arbeit wird der Darm von mehr als 500 Bakterienarten unterstützt.
  • 80% unseres Immunsystems ist im Darm verankert.
  • Unser Verdauungstrakt beherbergt 100 Millionen Nervenzellen – mehr als das Rückenmark – und wird daher auch oft als „Bauch-Hirn“ bezeichnet.
  • Im Darm werden mehr als 20 Hormone gebildet, darunter das Glückshormon Serotonin und das Schlafhormon Melatonin.

Reges Leben im Darm

Wenn der Darm rebelliert, zwickt oder blubbert, ist niemand so wirklich gut drauf. Unser Wohlbefinden hängt wesentlich mit einer intakten Darmfunktion zusammen. Unser Darm und der darin lebende Kosmos sind ein wahres Wunderwerk, eine Symbiose, die unsere Gesundheit entscheidend beeinflusst.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sitzen in der Oper und freuen sich auf Mozarts „Zauberflöte“. Das Orchester setzt ein, die Protagonisten betreten die Bühne, doch bedauerlicherweise sind „Papageno“ und die „Königin der Nacht“ krank geworden. Das Orchester ist großteils zugegen, nur leider fehlen die Querflöten, die Violinen und der Dirigent. Die Vorstellung beginnt ohne diese Mitspieler. Wetten, dass Sie bereits nach dem ersten Akt die Vorstellung enttäuscht und erbost verlassen werden? Sie werden sich beschweren, denn Sie haben einen harmonischen Abend erwartet, an dem alle Sänger und Musiker perfekt zusammenspielen.
Der Darm funktioniert ebenso wie ein großes Ensemble, in dem alle Mitspieler bestimmte Aufgaben haben. Im Darm sind diese Mitspieler zwar keine kreativen Künstler, doch – biologisch betrachtet – hochaktive und spezialisierte Lebewesen: Bakterien, die das Organ mit Leben füllen. Doch Harmonie und Balance müssen schließlich auch in unserem Kosmos Darm vorherrschen, um Beschwerden, Ärger oder Krankheiten zu vermeiden.
Basis für Gesundheit und Wohlbefinden

Bakterien und Mikroorganismen sind allgegenwärtig. Sie leben auf unserer Haut, in der Nase, im Darm. Unser Verdauungstrakt ist von etwa 100 Billionen Bakterien besiedelt, die ein stattliches Gewicht von bis zu 2 Kilo auf die Waage bringen. Wissenschaftlich bezeichnen Mediziner die Gesamtheit an Mikroorganismen im Menschen als Mikrobiom. Das Leben im Darm ist für die Medizin in jüngster Zeit hochinteressant geworden.

Lange wurde der Darm als verzichtbares Organ betrachtet. Der Chirurg des britischen Königshauses, Sir Arbuthnot Lane, nahm vor etwa 100 Jahren sogar an, dass vom Dickdarm die Vergiftung unseres Körpers ausginge. Man solle ihn am besten entfernen, selbst wenn keine Erkrankungen vorlägen. Glücklicherweise hat dieses lebenswichtige Organ mit der Entwicklung der Ganzheitsmedizin und dank Erkenntnissen von Ärzten und Wissenschaftlern wie Ilya Metschnikoff oder F. X. Mayr eine neue Bedeutung erhalten. „Der Darm ist für den Menschen das, was die Wurzel für den Baum ist“, hat F. X. Mayr formuliert. Neue wissenschaftliche Studien unterstreichen diesen Ansatz.
Wie in jedem Ensemble oder Team haben auch die Bakterien des Darmmikrobioms spezielle Aufgaben. „Gute“ Bakterien achten darauf, dass die Darmschleimhaut sauber bleibt, Verdauung und Immunsystem klaglos funktionieren und schädliche Keime bekämpft werden. Die „Guten“ schützen uns vor Infektionen, indem sie den pH-Wert im Darmmilieu verändern, eine dichte Barriere aufbauen, sodass kein böser Eindringling eine Überlebenschance hat. Sie fördern auch die Bildung von Immunglobulin-A, das die Abwehrbarriere stärkt und so der Entstehung von Allergien vorbeugen kann. Dem heutigen Wissensstand zufolge hat das Darmmikrobiom noch viele weitere Funktionen – und immer mehr werden entdeckt: So etwa beeinflusst es unser Nervensystem, das Schmerzempfinden und die Art und Weise, wie unsere Nahrung verwertet wird.

Die Kraft des Baumes stammt aus seinen Wurzeln – die Kraft des Menschen aus seinem Darm. F.X.Mayr

Stress beginnt im Darm

Der Körper reagiert bei Stress noch immer gleich wie vor hunderttausend Jahren. Es wird blitzschnell überlegt: Kampf oder Flucht? In jedem Fall aber werden sofort alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert. Der Organismus ist jetzt in Alarmbereitschaft. Das bedeutet die Aktivierung der sogenannten neuroendokrinen Funktionsachse und somit die Ausschüttung von „Stresshormonen“ wie Adrenalin und Cortisol. Diese werden gebildet, um alle Kräfte mobilisieren zu können, wie:

  • Konzentration
  • Gedächtnisleistung
  • Muskeldurchblutung
  • Volle Energiezufuhr

Wird die Situation bewältigt, setzt im Normalfall Entspannung ein. Damit war das Ganze für den Körper eine Art Übungsalarm, um alle Funktionen zu überprüfen. Es wirkt auf den Organismus wie Sport auf die Muskeln.

Dy-Stress und seine Folgen

Anders sieht es aus, wenn täglich wieder negative Erlebnisse Körper und Geist auslaugen.

Hormone wie Cortisol werden in unserem Körper gebildet, um Entzündungen abbauen zu können. Bei permanentem oder häufig wiederkehrendem Stress erschöpft sich jedoch die Produktion der Stresshormone, auch die von Cortisol. In Folge breiten sich Entzündungen aus – und zwar an dem Ort, an dem der Großteil unserer Abwehrleistung entsteht – im Darm.

Diese Entzündungen entstehen jedoch nicht an der Oberfläche des Darms, sondern an der 2. Darmbarriere – der sogenannten Epithelzellschicht. Da man diese nicht sehen kann, auch nicht bei der Darmspiegelung, spricht man von einer „silent inflammation“.

Trotzdem kann diese Entzündung auf vielerlei Art negative Auswirkungen auf den Organismus haben, vor allem dadurch, dass sie die Produktion des Glückshormons Serotonin und des Schlafhormons Melatonin verhindert, deren Entstehungsort ebenfalls im Darm liegt.

Unser Gehirn reagiert auf diese Entzündungen und das Fehlen des Glückshormons sehr rasch. Anfangs nur mit schlechter Laune und Stimmungsschwankungen, später mit Konzentrationsschwäche, nervlicher Überlastung und schließlich dem totalen Burn out.

Tatsächlich reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf Belastungen. Sowohl darin, welche Beschwerden auftreten, als auch darin, ab wann Stress als hoch belastend empfunden wird.

Der Bericht des Schweizer Zentrums für Stressforschung zeigt folgendes:

  • 66% der Betroffenen leiden bei Dauerstress unter Schmerzen, wobei sich Kopfschmerzen und Rückenschmerzen die Waage halten
  • 52% leiden unter ständiger Müdigkeit
  • 46% leiden unter Verdauungsbeschwerden
  • 21% leiden unter Schlafstörungen

Etwas niedriger sind die Zahlen für echte Depressionen, Allergien, Angststörungen und ein hohes Aggressionspotenzial.

Unser Darm ist ein kompliziertes Organ, das mit 3 Barrierestufen verhindern kann, dass fremde Keime und krankmachende Substanzen, welche mit der Nahrung in den Darm gelangen (schädliche Keime, Pilzsporen, Spritzmittel, Farbstoffe, usw.) ins Körperinnere eindringen. Dazu müssten sie ins Blut, die Nervenleitbahnen oder in den Lymphkreislauf geraten.

  • In der obersten Barriere-Schicht verhindern unsere Darmbakterien dieses Eindringen von Fremdstoffen, indem sie eine etwa 3 mm dicke, undurchdringliche Schleimschicht ausbilden.
  • Darunter folgen die „tight junctions“, das sind eine Art Gummibänder (Membranproteine), welche die Epithelzellen fest verschließen und nur das durchlassen, was wir brauchen (z.B. Vitamine).
  • Die letzte Barriere ist schließlich die Schicht aus Immunzellen, also unser körpereigenes Abwehrsystem, das Eindringlinge vernichtet oder Antikörper gegen Krankheitskeime ausbildet.

Was bewirkt die Entzündung?

Durch die sich ausdehnende stressbedingte Entzündung sterben zuerst die Darmbakterien ab, es entstehen Lücken in der Schleimhaut. Dies nützen schlechte Keime, sie bombardieren die Epithelzellen und schließlich lösen sich die Abwehrlinien auf (u.a. die „Tight junctions“).

Dadurch können Giftstoffe, Allergieauslöser und Krankheitserreger mühelos in den Blutstrom, aber auch in die Nervenleitbahnen gelangen, ein Teufelskreis aus Krankheit und psychischen Problemen beginnt.

Forschung

Die Rolle von Probiotika bei durch Stress hervorgerufenem gastrointestinalem Defekt

Was hat ein „löchriger Darm“ damit zu tun, wenn die Nerven versagen, wenn man sich müde und abgespannt fühlt?

Bei einer Dysbiose im Darm (=Fehlbesiedlung mit Fäulnis- und Gärungskeimen) und den daraus resultierenden toxischen und entzündlichen Reizen werden durch Bakterien Signale ins Gehirn gesendet, welche verschiedene psychische Beeinträchtigungen verursachen:

  • Angststörungen
  • Depressionen
  • fehlende Appetitkontrolle
  • überschießende Schmerzreaktionen
  • Konzentrationsstörungen

Die langanhaltende Einwirkung von Stress verursacht nach einer biochemischen Kaskade die Auflösung der Membranproteine der Tight Junctions (= der Verbindungsstellen, welche die Darmbarriere hin zu den Blutbahnen und den Nervenzellen intakt halten) und verursacht dadurch das „Leak Gut Syndrom“ (=“löchriger Darm“)

Auswirkungen eines Leaky Gut:

  • fehlerhafte Aufnahme der Nahrung
  • Nährstoffmangel (Mg, Cu, Ca, Se)
  • Parasiten gelangen leichter in den Blutstrom
  • erhöhte Antikörperbildung und somit das Auftreten von Allergien
  • verstärkte Reaktionen wie Blähungen und Schmerzen
  • Chronisches Müdigkeits Syndrom

Dieser „löchrige Darm“ ist endoskopisch (= in der Darmspiegelung) nicht sichtbar – weshalb die Erkrankung oft erst sehr spät diagnostiziert wird.

Durch die Anwendung von medizinisch relevanten Probiotika konnten bei Patienten mit durch Stress hervorgerufenen Entzündungen im Darm folgende Veränderungen festgestellt werden:

Organisch:

  • erhöhen die Kolonisationsresistenz gegen krankmachende Keime
  • stärken die Barrierefunktion gegen Schadstoffe
  • vermindern oxidativen Stress durch erhöhte L-Glutathion Synthese
  • verhindern die Ansiedlung pathogener Keime, die mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen assoziiert werden. (C.difficile,E.Coli)
  • führen zur verlängerten Remission von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Pouchitis

Psychisch:

  • reduzieren die, durch Interozeption hervorgerufenen psychischen Komorbiditäten wie Angststörungen und Neurosen

Mental:

  • verbessern die Konzentrationsfähigkeit
  • erhöhen die geistige Leistungsfähigkeit

Metabolisch:

  • verringern das Auftreten von Übergewicht und metabolischem Syndrom durch Reduktion der von den Adipozyten produzierten Entzündungsmediatoren TNF-alpha und Interleukin-6

Quellen:
Lutgendorff, Akkermans, SöderholmDepartment of Clinical and Experimental Medicine, Division of Surgery, University Hospital, SE-581 85 Linköping, Sweden, 2008
Persborn et al., Alimentary Pharmacology and Therapeutics (2013) doi:10.1111/apt. 12451

Was passiert, wenn Stress schon in den ersten Lebenstagen einsetzt?

Dr. Mary Perdue, Stressforscherin aus Ontario, Kanada hat Babyratten während der Säugephase täglich über sechs Wochen extremem Stress ausgesetzt, indem sie die Tiere täglich von der Mutter zwei Stunden lang getrennt hat. Das wirkte sich verständlicherweise auf die Psyche der Tiere aus, sie wurden extrem ängstlich und medizinische Untersuchungen der Tiere ergaben, dass auch ihr Darm stark unter diesem Stress in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die Darmpermeabilität, also die Durchlässigkeit der Darmschleimhäute, war deutlich erhöht, dies äußerte sich bei den Tieren in Durchfällen und Bauchkrämpfen. Im fortgeschrittenen Alter manifestierten sich diese negativen Einflüsse obwohl sie wieder friedlich mit ihren Artgenossen zusammenlebten: die Tiere waren nervös, gereizt und reagierten auf jeden Stress sofort wieder mit dem Darm. Eben wieder mit Durchfällen. Gesunder Darm weniger Stress!

In der Vergleichsgruppe wurden die Ratten zwar den gleichen Erfahrungen ausgesetzt, aber sie bekamen vom ersten Lebenstag an Probiotika verabreicht. Und obwohl sie somit dieselben Grundvoraussetzungen hatten, reagierten sie augenblicklich mit weniger Darmproblemen, aber vor allem konnten sie in ihrem späteren Leben wesentlich besser mit stressigen Situationen umgehen. Eine Abnahme der akuten organischen Problematik und der psychischen Spätfolgen war so trotz ihrer negativen Erlebnisse in der frühen Kindheit gegeben.

Es kann dadurch angenommen werden, dass frühkindliche Stresserfahrungen im Gehirn, aber auch in den dafür bestimmten Regionen des Darms gespeichert werden und die Sensibilität der Bauch-Hirn-Achse dementsprechend für das ganze Leben beeinflusst wird.

Quellen:
Probiotics prevent bacterial translocation and improve intestinal barrier function in rats following chronic psychological stress
M H Perdue, et al., Gut, 2006;55:1553–1560. doi: 10.1136